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Insel Fanø

Fanø liegt im dänischen Wattenmeer in Sichtweite zum jütländischen Festland. Von der Hafenstadt Esbjerg sind es nur 12 Minuten mit der Autofähre auf die knapp 56 km² große und etwa 16 Kilometer lange dänische Nordseeinsel.

Fanø - Blick vom Kikkebjerg in Richtung Festland

Eine Sandbank ist das Fundament Fanøs, auf dem Flugsand eine abwechslungsreiche Dünenvegetation, Marschland, Heide- und Waldgebiete formte. Noch heute werden große Mengen Sand an die Insel gespült der Fanø in die westliche Richtung wachsen lässt. Der Sand prägt das Inselbild und ist nicht zuletzt auch einer der Gründe, warum sich Fanø großer Beliebtheit unter Feriengästen erfreut: breite Sandstrände auf der Westseite ziehen sich bis in den Inselnorden und erlauben teilweise das Befahren mit dem Auto.

Der Autostrand mit seiner ungepflasterten Strandstraße zieht sich von "Fanø Bad" im Norden bis "Sønderho" im Süden der Insel. Er kann witterungsbedingt nicht immer komplett befahren werden. Doch trotz PKW Verkehr bleibt durch die Länge und Breite des Inselstrands ausreichend Platz für einen erholsamen Badeurlaub an der dänischen Westküste.

Die optimalen Strand- und Windbedigungen  sind auch unter Drachenfreunden bekannt und ein beliebter Kitespot. Oftmals findet man viele Kitebuggy-, Lenkdrachen- oder AllTerrainBoard-Piloten auf Fanøs Stränden. Das einmal jährlich im Juni veranstaltete "Internationale Kite Fliers Meeting" hat sich zu einem international bekannten Drachentreffen in Dänemark entwickelt und zieht mittlerweile laut Touristeninformation bis zu 5000 Teilnehmer auf die kleine Insel.

Fanø blickt auf eine alte Historie zurück, welche die Insel bereits 1231 in alten Grundbüchern erwähnt. Die Fanniker, wie Fanøs Insulaner genannt werden, pflegen ihre alte Inselgeschichte liebevoll und erhalten alte Traditionen. Einmal jährlich veranstalten sie die „Fannikerdage“ wo auch alten Inseltrachten getragen werden.

Oft scheint die Zeit stehen geblieben wenn man durch die kleinen Gassen der 2 größten Orte Nordby und Sønderho auf Besichtigungstour geht: niedrige Reetdachhäuser mit kleinen Türen, Fenstern und alte Gärten liegen links und rechts der Kopfsteinpflastergassen.

Während der Besetzung Dänemarks durch die deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg wurden auf Fanø unzählige Bunkeranlagen errichtet. Der Atlantikwall, eine geplante Verteidigungslinie an der dänischen Westküste, sollte vor Angriffen der Alliierten schützen. Dabei diente Fanø als strategisch wichtiger Punkt als vorgelagerter Schutz der Hafenstadt Esbjerg. Noch heute sind viele dieser Bunker auf der gesamten Insel zu sehen und prägen das Insel-Landschaftsbild.

Für Feriengäste gibt es auf der kleinen Nordseeinsel viele Übernachtungsmöglichkeiten wie Ferienhäuser, Campingplätze und kleinere Hotels oder Pensionen. Auch wenn Fanø von Fährverbindungen abhängig ist, ist die tägliche Lebensmittel- und Haushaltswarenversorgung gesichert.

Dabei sind die Ladenpreis in den Insel-Supermärkten nur unwesentlich höher als auf dem Festland. Restaurants, Geschäfte und Imbisse gibt es einige auf der Insel, welche meist saisonal geöffnet haben.

Fanø selbst bietet kleinere Aktivitäten für Urlauber an, der Fokus liegt in der Natur- und Erholung. Erweiterte Shopping-, Sightseeingtouren, Bars und Nachtleben finden sich in der, mit der Fähre nur 12 Minuten entfernten, Westküstenmetropole Esbjerg.

Die Fähre zwischen Fanø und Esbjerg fährt im Pendelverkehr. Zu Stoßzeiten sind sogar 2 Autofähren: die "Menja" und "Fenja" im Einsatz, zusätzlich wird zeitweise auch eine kleine Personenfähre: die "M/S Sønderho" zwischen dem Festland und der Insel eingesetzt.

Vom Fähranleger auf dem Festland in die Einkaufsstraße der Esbjerger Innenstadt sind es zu 15min Gehminuten, auch Busse fahren ab dem Fähranleger. Für Insel-Tagesgäste, die ihr Auto nicht mit nach Fanø nehmen möchten, gibt es mehrere Parkmöglichkeiten im Hafen von Esbjerg, viele davon sind kostenlos.