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Blåvand

Der dänische Ferienort Blåvand an der Westküste zählt zu den beliebtesten Ferienhausgebiete in Dänemark. Nur ca. 200 feste Einwohner leben in Blåvand. Doch jährlich zieht das umfangreiche Ferienhausnetz, was sich weit in die umliegende Dünen- und Heidelandschaften erstreckt, viele Dänen und natürlich auch internationale Urlaubsgästen an.

Blåvand Einkaufsstraße

Urlaubsmagnet ist unter anderem der lange breite Sandstrand, der sich entlang des Ortes erstreckt. Viele Häuser liegen in unmittelbarer Nähe zur Nordsee, bieten teilweise Meerblick oder liegen in ruhigen Wald- oder Dünengebieten.

Das Wahrzeichen von Blåvand ist der 39 Meter hohe weiße Leuchtturm "Blåvandshuk Fyr", er kennzeichnet zugleich Dänemarks westlichsten Punkt. Größtenteils durch moderne nautische Technik auf den Schiffen abgelöst, dient er dennoch weiterhin als aktives Seezeichen und warnt vor dem "Horns Rev" (dt. Teufelsriff) eine große Sandbank die sich vor der Küste Blåvands ca. 30 Kilometer ins Meer erstreckt. Das Teufelsriff wurde früher vielen Schiffen und Seefahrern zum Verhängnis. Heute befindet sich dort eine der größten Offshore Windpark Anlagen der Welt. Bei guter Witterung sind über 100 Windkrafträder vom Festland zu erkennen. In der Nacht kann man oft ein interessantes Lichtspiel beobachten, was durch die rot blinkenden Warnleuchten der Windräder entsteht.

Blåvand hat einen sehr modernen lebendigen Ortskern, mit verschiedenen Geschäften, Boutiquen, Restaurants, HotDog Ständen, FastFood Angeboten, Kaffees und natürlich viele Möglichkeiten das beliebte dänische Softeis zu kaufen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten aktiv oder erholsam einen Familienurlaub in der Region zu verbringen: in unmittelbarer Nähe befindet sich ein große Minigolfanlage, ein Golfplatz, Museen, Schwimmbäder, Wellnessmöglichkeiten, ein umfangreiches Wander- und Radwegenetz und nicht zuletzt natürlich den langen Strand mit vielen Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen oder einfach nur die Sonne im Sommer zu genießen.

Der dänische Dichter Thomas Lange nannte die Region um Blåvandshuk, wie seinen gleichnamigen Roman "Eventyrets land" deutsch: Abenteuerland. Der Begriff trifft es passend, wandert oder fährt man durch diese zum Teil naturgeschützten Gebiete in der weitläufigen Heide- und Dünenlandschaft gewinnt man immer wieder neue tolle Eindrücke.

Abenteuerlich wirken für viele Urlauber auch die Relikte des 2. Weltkriegs, die sich vielerorts entlang der dänischen Westküste noch heute in zahlreicher Form finden: Bunkeranlagen des nie fertiggestellten Atlantikwalls. Eine geplante Verteidigungslinie während der deutschen Besatzungszeit 1944. Viele Bunker sind heute noch zugänglich, teilweise werden sie als Museumsanlagen oder sogar als Kunstobjekte genutzt. Einige Betonklötze werden auch nach und nach durch Küstenstürme, Meer und Naturgewalten zerstört oder versanden in den Dünen. Für viele kleine und große Abenteurer sind sie auch gern genutzte Kletter- und Erkundungsobjekte.

Teilgebiete der Kallesmærsk Heide, so heißt die Dünen- und Heidelandschaft zwischen dem Ort Blåvand und Vejers Strand im Norden, werden heute von dänischen und internationalen Streitkräften für Militärübungen genutzt und sind zeitweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zu den Übungen gehört auch Artillerie- und Panzerschießen, was dazu führen kann das es gelegentlich zu Ruhestörungen kommt.

Besonders in Ferienhäusern die an die Kallesmærsk Heide grenzen, wackelt schon mal bei Schüssen das Geschirr auf dem Tisch. Das Militär informiert in den lokalen Touristenzeitungen und im Internet über Übungszeiten und Gebietssperrungen. Erfahrungsgemäß gewöhnt man sich aber recht schnell an diese eher ungewöhnliche Geräuschkulisse.

Viele Bilder aus Blåvand - auch älteren Datums - gibt es im Blåvand Fotoalbum.